Der Aha-Moment in der Ferienwohnung

In den Herbstferien sass ich um 22 Uhr in unserer Ferienwohnung, hundemüde vom Biken mit der Familie. Doch ein Freund hatte mich gebeten, sein 40-seitiges Konzept zu reviewen. «Es eilt nicht, aber vielleicht schaffst du es bis morgen…»

Früher hätte ich tief in die Nacht hineingearbeitet. Doch dieses Mal habe ich der KI (Claude.ai) das Dokument gegeben und gefragt: «Wo sind die logischen Brüche? Welche Annahmen werden nicht begründet? Was fehlt?»

20 Minuten später hatte ich eine Liste mit 12 präzisen Punkten. Nicht oberflächlich. Nicht generisch. Sondern: «Auf Seite 23 widerspricht die Prozessbeschreibung der Governance-Struktur auf Seite 8.»

Ich war um 23 Uhr fertig. Und das Review war besser als alles, was ich alleine bis um 4 Uhr morgens hinbekommen hätte.

Aber das Verrückte war nicht die Zeitersparnis. Das Verrückte war: Ich hatte zum ersten Mal seit Jahren wieder Lust auf solche Aufgaben. Weil ich nicht mehr im Detail ersticke, sondern strategisch denken kann.

Dasselbe Gefühl hatte ich 2008, als ich mein erstes Scrum-Team gesehen habe. Diese Energie. Dieses «Wow, so könnte Arbeit sein.» Und dann dachte ich: Wie viele Fachexperten in Spitälern, Verwaltungen, Organisationen könnten genau das auch erleben? Wie viel Energie wird gerade verschwendet, weil Menschen im Detail ersticken – obwohl die Lösung existiert?

Und genau deshalb interessiere ich mich jetzt für KI. Nicht weil die Technologie cool ist. Sondern weil ich will, dass engagierte Menschen ihre Energie wieder für echte Arbeit nutzen können. Nicht für Pseudo-Prozesse und dem Ersticken im Detail.

Willst du das auch versuchen? Fang klein an. Such dir eine Aufgabe, die dich nervt. Nicht die wichtigste. Die nervigste. Und probier aus, ob KI helfen kann.