
KI hilft bei der Bergrettung. KI hilft sehbehinderten Menschen. KI hilft beim Tracking gefährdeter Tier- und Baumarten. Beeindruckend, oder?
Gleichzeitig verschwenden wir im Alltag gerade das Potenzial dieser Technologie. Nicht weil KI schlecht ist, sondern weil wir sie falsch einsetzen.
ChatGPT soll Matheaufgaben lösen. Dabei kann er das nicht zuverlässig. Ein simpler Taschenrechner ist präziser, schneller und verbraucht keinen Strom in irischen Rechenzentren.
KI soll therapeutische Gespräche führen. Dabei fehlt ihr jede therapeutische Kompetenz. KI versteht zuwenig die Nuancen von zwischenmenschlichen Dynamiken.
KI soll Standardmails beantworten. Dabei würde ein einfaches Template denselben Zweck erfüllen, ohne dass dafür Unmengen an Energie verpulvert werden.
In Irland fressen Datenzentren einen Fünftel des Stroms. Für solche Anwendungen. Während auf der Welt 1,18 Milliarden Menschen in Energiearmut leben.
Das Problem ist nicht «die KI», du kannst sie weiterhin für deinen nächsten Email-Entwurf nutzen. Das Problem ist der blinde Hype, es müssen nicht ALLE Emails automatisch durch KI vorbeantwortet werden.
Wir sollten nicht ChatGPT für einfach alles nutzen. Lass uns KI dort einsetzen, wo sie wirklich glänzt: Mustererkennung. Grosse Datenmengen. Spezifische Probleme.
Das Bild stammt von https://www.linkedin.com/company/rainforestcx/ (NGO: Rainforest Connection is a dedicated global team that leverages technology to safeguard the world’s invaluable ecosystems and biodiversity.)