Energieverbrauch von KI-Bildern

Diese Woche sprach mich jemand auf meine KI-Bilder auf LinkedIn an: «Weisst du eigentlich, was die KI-Bildgenerierung an Energie kostet? Das ist nicht nachhaltig.»

Ehrlich gesagt: Nein, wusste ich nicht genau. Also habe ich’s gemessen.

Ich habe während der Bildgenerierung ein Monitoring-Tool laufen lassen. Das Ergebnis: 2.13 Wh pro Bild.

Bildgenerierung braucht deutlich mehr Energie als Textgenerierung. Eine Chat-Anfrage liegt irgendwo im Milliwatt-Bereich. Ein Bild zu generieren ist rechenintensiver – die GPU läuft auf Hochtouren.

Ich generiere lokal auf meinem Mac Mini. Nicht in der Cloud. Das heisst: Ich sehe direkt, was passiert. Ich spüre, wenn die GPU arbeitet. Und ich kann messen, was es kostet. (Falls dich interessiert, wie lokale Bildgenerierung funktioniert – lass es mich wissen. Das ist ein eigenes Thema für sich.)

Ich sass nun da mit meinen 2.13 Wh und versuchte zu verstehen, was das bedeutet. Also suchte ich nach Vergleichen aus meinem Alltag.

Ein KI-Bild generieren entspricht 5 Sekunden Haare föhnen (1500 W) oder 7.6 Sekunden staubsaugen (1000 W). Dann schaute ich auf die Waschmaschine. Wir waschen viel mit einem kleinen Kind im Haushalt. Und da wurde es interessant:

Wenn ich einmal die Temperatur von 40°C auf 30°C runterdrehe, spare ich etwa 0.3 kWh. Das reicht für rund 140 KI-Bilder. Oder anders: Ich könnte ein halbes Jahr lang jeden Tag ein Bild generieren – nur durch diese eine Entscheidung beim Wäsche waschen.

Das zeigt mir: Energetisch ist ein KI-Bild kein grosses Problem. Die eigentliche Frage ist eine andere: Brauche ich dieses Bild wirklich? Bei der Waschmaschine stellt sich die Frage nicht – bei KI-Bildern schon.

Was bedeutet das jetzt für mich und meine KI-Bilder?

Ich nutze KI-Bilder weiterhin für mein LinkedIn, weil KI mein Know-how-Gebiet ist. Die Bilder zeigen, worum es bei meiner Arbeit geht. Sie sind nicht Dekoration, sondern Inhalt. Sie demonstrieren, was möglich ist – und genau das ist Teil meiner Arbeit.

Aber die Frage hat mich echt zum Nachdenken gebracht.

Was wir überdenken sollten: KI-Bilder zur reinen Selbstinszenierung. Wenn du jede Woche ein neues AI-generiertes Profilbild brauchst. Wenn du 50 Varianten generierst, nur um das perfekte Hintergrundbild für deinen Newsletter zu finden. Wenn KI-Bilder zu Schmuck werden, nicht zu Inhalt. Da lohnt sich die Frage: Ist das nötig?

Zum Abschluss meine Frage an dich: Ist das Bild zu diesem Post echt oder KI-generiert?