
20 Franken im Monat für ein KI-Abo ausgeben ist wie sich für einen Mitbewohner entscheiden. Du willst nicht den Blender, der nur schön aussieht. Du willst jemanden, der zu dir passt. Deshalb vergiss mal kurz die Benchmark-Tests und Parameterzahlen – lass uns über Persönlichkeiten reden.
Stell dir vor, alle grossen KI-Modelle wären Mitschüler in derselben Klasse. Schnell würdest du merken, dass jeder seinen ganz eigenen Charakter hat.
ChatGPT ist der Schülervertreter. Beliebt, eloquent, immer bereit zu helfen. Everybody’s Darling. Alle mögen ihn, aber manchmal ist er auch ein bisschen langweilig perfekt. Er ist der, zu dem man geht, wenn man einen guten Ratschlag oder eine eloquente Antwort braucht.
Claude ist der Nerd in der Ecke. Er kann programmieren. Erstellt gerne Strichgrafiken und vertieft sich in komplexe Probleme. Nicht der Lauteste in der Klasse, aber wenn du jemanden brauchst, der dir ein Konzept erklärt, ist er zur Stelle.
DeepSeek ist der Austauschschüler. Plötzlich aus dem Nichts in der Klasse aufgetaucht, niemand hat ihn kommen sehen. Manchmal überrascht er dich damit, dass er plötzlich in seiner Muttersprache antwortet. Eine spannende Bereicherung, auch wenn man nicht immer genau weiss, was als Nächstes kommt.
Perplexity ist der Streber, der immer mit erhobener Hand dasitzt und sagt «Ich habe das gegoogelt und hier sind die Quellen!». Manchmal nervt es ein bisschen, dass er ständig seine Hausaufgaben zeigen muss und jeden Satz mit einer Fussnote versieht, aber wenn du wirklich aktuelle Informationen mit Quellenangaben brauchst, ist er unschlagbar.
Llama ist der Open-Source-Enthusiast. Er ist der Typ, der seine Hausaufgaben mit der ganzen Klasse teilt und jeden ermutigt, darauf aufzubauen. Nicht immer der Beste in allem, aber sympathisch und wichtig für die Community.
Mistral ist der coole Franzose, die europäische Alternative mit Style. Er will beweisen, dass nicht alles aus Amerika kommen muss. Noch dabei, sich in der Klasse richtig zu etablieren. Man merkt ihm an, dass er Potenzial hat, auch wenn er noch im Schatten der grossen Namen steht.
Copilot ist der mit der guten Abstammung. Sein Vater ist praktisch ChatGPT. Eigentlich müsste er viel können, hat alle Voraussetzungen. Die Erwartungen sind hoch, die Realität ist dann doch ernüchternd.
Grok ist der Blender der Klasse. Viel Bling-Bling, zeigt dir ständig coole Bilder, macht auf dicke Hose. Aber wenn es darauf ankommt, wenn du wirklich Substanz brauchst, ist die Enttäuschung gross.
Gemini ist der mit den Hubschraubereltern. Google sitzt ständig hinter ihm und kontrolliert jeden Schritt. Er ist überall eingebaut – im Handy, in Gmail, in der Suche – aber irgendwie immer unter Aufsicht. Nie darf er alleine raus und zeigen, was er wirklich kann.
Und dann ist da noch Apple Intelligence. Wurde angekündigt wie der neue Superstar, und dann kam er mit Stützrädern am Fahrrad. Das Kind, das den anderen immer etwas hinterher hinkt
Genau wie bei Menschen suchen wir uns das Modell aus, das zu unseren Bedürfnissen passt. Brauchst du einen verlässlichen Gesprächspartner? Geh zu ChatGPT. Willst du Komplexität bändigen? Claude ist dein Typ.
Die Zukunft der KI liegt nicht nur in grösseren Modellen und mehr Daten. Sie liegt darin, diese Persönlichkeiten weiterzuentwickeln, ihre Stärken zu schärfen und ihre Schwächen zu verstehen. Denn am Ende des Tages wollen wir nicht einfach nur mit Maschinen reden. Wir wollen mit Persönlichkeiten interagieren.